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BBI Newsletter 32

 
 
 



Das Jahr 2014 geht langsam zu Ende

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder viele interessante Maßnahmen und Projekte realisieren und vielen, zum Teil schon seit vielen Jahren arbeitslosen Teilnehmern durch die Vermittlung neuer Motivation, arbeitsmarktrelevanten Wissens und nicht zuletzt geeigneter Arbeitsstellen ganz neue Perspektiven vermitteln.

 

Über all das berichteten wir in den 11 monatlichen Newslettern und informierten mit interessanten Beiträgen und kurzweiligen Artikeln über die aktuellen Geschehnisse am BBI.

 

Heute nun möchten wir uns auf diesem Wege bei Ihnen, unseren Lesern, Auftraggebern, Kooperationspartnern und Teilnehmern, für Ihr Interesse und für die gute Zusamenarbeit bedanken.

 

Wir verabschieden uns von Ihnen mit zwei kleinen Weihnachtsgeschichten.

 

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2015.




Schneeflocken-Romanze

Die Schneeflocke kam im glitzernden Kleid

vom Himmel ganz langsam herunter geschneit

und Schneeflocke fühlte sich fremd in dem Land,

das sich schon im Weihnachtsglanze befand.

Sie landete vorsichtig auf einer Tanne

bei einem sehr einsamen Schneeflockenmanne.

 

Die schneeweiße Flocke sprach: "Hey, Ich bin weiblich!

Ich glaube, ich mag dich ganz unbeschreiblich!"

Die beiden sind dann zusammengeblieben

und fingen schnell an, sich zu necken und lieben.

Bald schmusten die Flocken mit reizendem Charme,

doch tauten sie schnell, denn die Liebe macht warm.

Sie hörten des Partners Herz noch schwach klopfen

und dann verschmolzen sie zu einem Tropfen.

 

Im Tröpfchen vereint gab es mancherlei Kuss,

und irgendwann trieb das Tröpfchen im Fluss,

und der brachte beide zusammen ins Meer.

Es ist nun ein kleines Weilchen schon her,

als aus dem Meere das Tröpfchen verschwand,

von der Sonne geholt hoch ins Schneeflockenland;

und irgendwo dort, wo die Wolken sanft schweben,

genießen verliebt sie ihr Schneeflockenleben.

 

Dort oben, wo's kalt ist, begann ihre Reise,

dort sind sie nun wieder auf glückliche Weise,

denn hoch in den Wolken, an kühleren Orten,

sind beide zu Schneeflocken wieder geworden.

Und schneit es mal wieder, wie manchmal im Jahr,

dann tänzeln sie erdwärts als Liebespaar.

 

Alfons Pillach, *1950

 

(Weihnachtsgedicht: "Schneeflocken-Romanze"; redaktion@weihnachtsgedichte24.de)




Zwölf Trauben

Wir sitzen uns gegenüber, vor jedem ein leeres Blatt Papier. Wir wollen unsere Wünsche aufschreiben. Weil wir von einem schönen spanischen Brauch gehört haben:

Silvester isst man um Mitternacht zu jedem Glockenschlag eine Traube und darf sich dazu etwas wünschen. Zwölf Mal. Wünsche, haben wir gedacht, sind anders als Vorsätze.

Nicht so streng. Nicht nur von einem selbst abhängig.

 

Der Anfang ist gar nicht so leicht: Was soll man sich wünschen? Frieden vielleicht, und dass die Sonne immer scheint? Einen Sack voll Geld? Gesundheit? Zögernd beginne ich. Was ist es wert, aufgeschrieben zu werden? Was ein Herzensanliegen? Und was ist mit der Enttäuschung, wenn sich die Wünsche nicht erfüllen?

 

Es ist aufregend, als wir schließlich abwechselnd anfangen zu lesen: Ich wünsche mir ein paar Sommernächte am Meer. Eine Traube. Endlich einen guten Job. Eine Traube. Wieder ein wenig mehr Kultur-Theater, Konzerte. Eine Traube. Etwas mehr Unkompliziertheit, etwas  mehr Heiterkeit. Anfangen, Klavier zu lernen. Freunde. Kein Krieg, nirgendwo. Mehr Aktivitäten neben der Arbeit. In der Gegenwart leben ...

 

Das Spiel wird zum Ritual: Lesen und eine Traube essen. Einen Wunsch verinnerlichen. Lesen und eine Traube essen ... heiter ist das und ernst zugleich. Ein Satz von Marie von Ebner-Eschenbach kommt mir in den Sinn: "Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat."

 

(Buchtitel: "ach! Das kleine Buch vom großen Staunen", Andere Zeiten e.V. Hamburg 2007, 6. Auflage: April 2013)




Termine

 
 
 


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